Laos, das Land am Mekong River – meine letzte Station
Mein erster Stop in Laos war auf einer der 4000 Inseln im Mekong Delta im Sueden Laos?. Nachdem wir mit dem Boot ueber die Grenze gekommen waren, gings weiter mit nem kleinen Pickup, der uns dann zu nem weiteren kleinen Boot gebracht hat. Als wir dann auf der Insel angekommen waren, wollte ich nur noch ein Bungalow haben, egal wie und wo. Mir gings inzwischen so hundeuebel, und am Abend kam dann auch noch das Fieber. Toller Einstand in Laos. Aber ich habs ja auch rausgefordert. Statt einfach ne Pause einzulegen, musste ich ja mit dem Boot nach Laos. Aber die Insel, auf der ich dann gelandet war, war definitiv der Richtige Ort um krank zu sein. Jeder, den man fragte, sagte er sei hier laenger als er zunaechst geplant hatte.
Am naechsten Tag gings mir zwar immer noch nicht besser, aber ich habe mich auf die Suche nach dem perfekten Bungalow zum krank sein gemacht. Nach einem kleinen Spaziergang hatte ich dann mein Bungalow an der Sunset-Kueste der Inseln. Hatte einerseits den Vorteil, dass es morgens spaeter warm wurde, und dass ich von meinem Balkon aus den schoenen Sonnenuntergang geniessen konnte.
Die folgenden 3-4 Tage habe ich dann mit absolut Nichtstun verbracht. Zum Glueck habe ich mir auf Bali ne Haengematte in Uebergroesse gekauft, so dass ichs mir darin so richtig bequem machen konnte. Die Familie, die sich um die vier kleinen Bungalows kuemmert, war sehr nett, auch wenn sie nicht viel englisch konnten. Aber ich habe immer ein aufmunterndes Laecheln bekommen, wenn ich mich mal wieder aus Klo oder zum Essen gequaelt habe. An einem Abend haben sie sogar auf mich gewartet, bevor sie dann die Kueche zugemacht habe.
Nachdems mir dann wieder besser ging, habe ich ein einem Tag ne Tour zu den grossen Wasserfaellen und den Suesswasserdelphinen gemacht. Die Wasserfaelle sind schon gewaltig, vor allem wenn man sich vorstellt was da an Wasser runterkommt. In der Regenzeit hingegen sieht man nicht mehr als ein paar Steinspitzen aus dem Wasser ragen, da der Fluss dann maechtig anschwillt. Die Delphine waren ganz nett, aber man hat nicht viel mehr als hier und da mal ne Rueckenflosse gesehen und n Schnauben gehort. Aber immerhin haben sie sich blicken lassen ? wer weiss ob diese Delphinrasse in 10-20 Jahren hier noch lebt.
Heute bin ich in Pakse, der groessten Stadt hier im Sueden angekommen. Die haben sogar n Flughafen, so dass ich mich auch gleich ins Internetcafe gesetzt habe, um endlich mal ein paar Zeilen ins Tagebuch zu schreiben. Zusaetzlich gibts diesmal auch ein paar mehr Bilder, teils noch aus Thailand und Kambodscha.
Kurzstops in Thailand und Kambodscha
Nach meinem kurzen Zwischenstop in Singapur sollte eigentlich ein weiterer sehr kurze Stop in Bangkok folgen. Alles was ich zu tun hatte, war mein Visum fuer Laos beantragen und meine Flug umbuchen. Denn wie Ihr bestimmt schon alle mitbekommen habt, habe ich beschlossen nicht schon Ende Januar heimzukommen. Stattdessen soll es Ende Februar sein. Das mit dem Flug umbuchen war aber nicht so einfach, so dass ich etwas laenger in Bangkok verbracht habe. Zunaechst wollte ich in der Nach auf den 18ten meinen Geburtstag feiern, aber die ganzen Clubs und Bars habe nur Lizenzen bis 2h morgens. Nachdem ich aber vom Flughafen gekommen bin, und mein Zimmer bezogen hatte war es schon halb zwei, so dass wir das feiern dann einen Abend spaeter nachgeholt haben.
Bangkok ist ne riesen Stadt. Alleine zum Buero meiner Fluggesellschaft war es mit dem Bus ueber eine Stunde. Mit dem schnelleren Motorradtaxi immer noch mehr als 15 min. Der ganzer Verkehr und Dreck ist mir nicht weiter aufgefallen, war sogar recht sauber alles im Vergleich zu Jakarta.
Nach ca. 4 Tagen gings dann aber doch endlich mit dem Bus zur Grenze in Richtung Kambodscha. Dort angekommen dachte ich, ich bin im falschen Film. Ich hab ja schon die ein oder andere Grenze mitbekommen, aber das hier? Ich haette vermutlich einfach durchlaufen koennen, ohne dass es jemanden gestoert haette. Kollonnen von LKWs und riesigen Sackkarren, die von 5-6 Maennern geschoben wurden passierten dort abwechselnd von jeder Seite die Grenze. Ich sah zwei kleine Jungen ein loses T-Eisen von einem LKW klauen und wegrennen?
Nach einer Stunde hatte ich dann auch mein Visum und war in Kambodscha. Von dort aus ging es dann mit dem Taxi nach Siem Riep, der Stadt bei Angkor Wat. Die Strasse war nicht geteert, sondern eine einzige Sandpiste. Die ganze Region im Westen Kambodschas ist komplett flach und sandig. Von etlichen Minen uebersaeht, die immer noch dafuer sorgen, dass jaehrlich Menschen umkommen oder verkrueppelt werden ? meistens Kinder die mit gefunden Sprenggut spielen. Dementsprechend sind in Siem Riep auch auffallend viele Bettler die meist nur noch ein Bein haben.
Am naechsten Tag habe ich mir dann einen 3-Tages-Pass fuer die Tempel gekauft. Leider fliessen nicht die kompletten Eintrittsgelder in die Instandhaltung der Tempel, aber dennoch wird an fast jedem Tempel gewerkelt, meistens mit primitivsten Mitteln fuer ca. ein Dollar pro Tag. Am ersten Tag habe ich mit dem Fahrrad auf eigene Faust die Gegend erkundet. Dabei natuerlich den bekanntesten Haupttempel Angor Wat besichtigt. Daneben gibt es aber im Umkreis von teilweise ueber 50km noch viele weitere Tempel, die alle aus der gleichen Aera stammen. Am zweiten und dritten Tag habe ich dann mit nem Motorrad und Fahrer die etwas weiter entfernetn Tempel angeschaut, und am dritten Morgen zum Sonnenaufgang nochmal Angkor Wat besucht. Dabei wars so kalt, dass ich mich im T-Shirt wohl heftigst erkaeltet habe, dazu aber spaeter.
Nach dem Kurzstop in Kambodscha gings dann auch schon weiter in Richtung Laos. Erst nen halben Tag mit dem Bus ueber diesmal gut geteerte Strassen, dann am naechsten Tag 10h lang mit dem Speedboat den Mekong aufwaerts in Richtung Grenze. In Stung Trieng haben wir dann unsere letzte Uebernachtung im Kambodscha gehabt ? fuer mich ne schlechte Nacht. Das viele auf dem Boot sitzen hatte meine Erkaeltung schlimmer gemacht, so dass ich diese Nach kaum schlafen konnte, sonden fast nur am niessen und husten war. Zu allem Ueberfluss war direkt neben meinem Zimmer auch noch ein Generator, der die Nacht durchlief.
Am naechsten Morgen gings dann mit nem noch schnelleren Speedboat an die Grenze, wo wir dann unsere Stempel gegen eine inoffizielle Gebuehr von 3 Dollar bekommen haben. (Die zocken einen wo?s nur geht ab, aber man hat leider nicht die richtigen Argumente dagegen, wenn man ueber die Grenze will.) Dann war ich endlich im letzten Land meiner langen Reise. Am Ende gehts nochmal zurueck nach Thailand, aber in Bangkok war ich ja schon.